Informationen zum Musical WEST SIDE STORY

Faszination WEST SIDE STORY

Das Musical + Der Original Broadway Klassiker

Eine Geschichte so alt wie dieWelt: Zwei jungeMenschen begegnen einander, verlieben sich und schwören sich ewige Treue. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft wird ihnen das Glück einer gemeinsamen Zukunft durch die Intoleranz und den Hass der untereinander verfeindeten Kulturen verwehrt. Ihre Liebe ereilt das Schicksal...

West Side Story erzählt eine solche Geschichte. Das Stück, das seit seiner Uraufführung am 26. September 1957 amWinter Garden Theatre in New York unzählige Inszenierungen erfuhr – sei es in der Originalproduktion von Jerome Robbins, sei es in der legendären Filmversion von 1961 oder in den zahlreichen Adaptionen, welche in den unterschiedlichsten Sprachen, Ausstattungen und Regiekonzeptionen auf allen erdenklichen Bühnen der Welt zur Aufführung gelangten – wurde ein wegweisender Meilenstein des modernen Musicals. Die Aufführungstradition der „Show“ ist enorm, die Erhaltung des traditionellen Werkes eine andere. Denn keine der nachfolgenden Adaptionen kam je an die Unvergleichlichkeit des Originals heran und die Versuche, Robbins’ charakteristisches Tanzvokabular zu kopieren, mussten unwiderruflich scheitern. Bleibt ein Hauch von Sehnsucht.

West Side Story – ein emotionsgeladenes Panorama an eindrücklichen Bildern und unvergesslichen Kompositionen bricht unvermittelt gleich einem brodelndem Vulkan vor dem geistigen Auge hervor: die Tristesse endlos umzäunter Hinterhöfe eines heruntergekommenen Viertels von New York, eine nächtliche Straßenschlucht in spärlich gespenstischem Licht oder das Innere des bescheidenen Krämerladens vom alten Doc. Im Ohr das rhythmische Fingerschnipsen der rastlosen „Jets“, stets einen flapsigen Spruch auf den Lippen, das Aufheulen der Polizeisirene, das kehlige Lachen der Puertoricanerinnen beim verheißenden Flirt mit dem hochgelobten Land. America. Jugendliche Energie auf Hochspannung – mal raubkatzengleich das Revier durchstreifend, mal schnell wie ein Blitz um die Häuser jagend, mal atemraubend brillant bei mitreißendem Tanz. Mambo trifft Rock’n’Roll. Und trifft ins Herz, da wo die Liebe blind macht für alles, was Realität ist. Hoffnung, Zärtlichkeit und Glück, während sich die bedrohlichen Blicke der „Sharks“ bis tief unter die Haut einbohren. Die Zukunft liegt irgendwo. Somewhere.

Irgendwo hatte das alles natürlich auch angefangen und von der Idee Jerome Robbins', die Liebestragödie von Shakespeares Romeo und Julia in einem zeitgemäßen Stück neu umzusetzen, war es ein langer Weg zu ihrer Realisierung. Und ein einmaliger dazu. Die Genialität liegt nicht im Ersetzen eines Balkons durch eine Feuerleiter, sondern in der komplexen Gesamtkomposition des Werkes, das durch seine dramaturgisch geglückte Verschmelzung von musikalischem, sprachlichem und choreografischem Vokabular einhergehend mit einer parallel dazu entwickelten Bühnenausstattung gänzlich besticht.

Das Libretto mit seinen knappen Dialogen ist eines der kürzesten Bücher, das je innerhalb seines Genres geschrieben wurde. Schon mit den ersten, sich zu einem Bild manifestierenden Takten und dem Auftauchen der beiden verfeindeten Straßengangs gerät der Zuschauer unmittelbar in den Mikrokosmos des Immigrantenviertels an der Upper West Side von New York, um ohne weitere Einleitungen sofort in den Plot katapultiert zu werden. Fast filmisch reihen sich die Ereignisse des temporeichen Geschehens aneinander und der Zuschauer glaubt selbst, der nur wenige Stunden zweier aufeinanderfolgender Tage andauernden Handlung ohne zeitliche Distanz direkt beizuwohnen. Liebesromanze, Psychothriller, Action-Krimi und dokumentarische Gesellschaftsstudie in einem. Ein Wechselbad an Emotionen. Und Hollywood griff dankbar zu.

Das Original – eine „First-Class-Produktion“

West Side Story steht weniger für ein Buch in Verbindung mit einer einzigartigen Partitur, sondern für eine einmalige Inszenierung als Ergebnis einer grandiosen, als vernetzend zu bezeichnenden Zusammenarbeit höchst individueller und eigenwilliger Künstler. Sechs Jahre schlummerte das Projekt in der Schublade, zwei Jahre schließlich wurde fieberhaft daran gearbeitet – und geglaubt.

Initiator Jerome Robbins, neben seinen kreativen Mitstreitern Leonard Bernstein, Arthur Laurents und dem später hinzugezogenen Oscar Hammerstein-Protegé Stephen Sondheim, legte beizeiten das Copyright seiner künstlerischenHinterlassenschaft in die Hände seiner langjährigen, engen Vertrauten Floria Lasky. Als eine der namhaftesten Künstleragentinnen sowie mächtigsten und einflussreichsten Anwältinnen des Broadway-Theaters wurde sie damit von ihm zur Verwalterin seines Erbes bestimmt. In Abstimmung mit zwei weiteren Vorständen des sogenannten „Robbins Rights Trust“ ist es ihre Kanzlei, welche die exklusiven Lizenzen an den Balletten und dem Theaterschaffen Robbins’ vergibt, in den der ursprüngliche „Jerome Robbins’ Estate“, also der gesamte Nachlass des Künstlers, mittlerweile eingeflossen ist.

Der Erwerb der Aufführungsrechte an der Originalproduktion von West Side Story ist mit immens hohen Auflagen verbunden. Zum einen unterliegen sie den strengen Kriterien Robbins’, der für jedes seinerWerke persönlich bestimmte, wer befugt sein sollte, dieses oder ein anderes Stück seiner ursprünglichen Konzeption einzustudieren oder auch, wie beispielsweise bei seinen Balletten, welcher Compagnie es erlaubt sein sollte, eine seiner Choreografien aufzuführen. Gleichermaßen ähnlich strenge Verfügungen gibt es seitens des musikalischen Schöpfers Leonard Bernstein. Auch sein gesamtes künstlerisches Erbe, vollständig erfasst und festgeschrieben im sogenannten „Bernstein Estate“, wird treuhänderisch von dessen Vorstand Harry Kraut verwaltet, der über Jahrzehnte hinweg ein Freund und Weggefährte Bernsteins war. Ferner gebietet Harry Kraut über die „Leonard Music Publishing Company“, die ebenfalls ihren Sitz in New York hat.

Floria Lasky und Harry Kraut sind weitaus mehr als Lizenzen erteilende Justiziare. Durch ihre persönliche Verbundenheit mit zwei der herausragendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts sind sie deren Werken und ihren ursprünglichen Eingebungen mit Liebe und Respekt verbunden. Diesen Nachlass sowohl zu schützen als auch in lebendiger Aufführungstradition zu erhalten, gilt ihnen als höchste Priorität und sie behalten es sich vor, einem Produzenten ihres Vertrauens die Rechte an einer First-Class-Produktion wie im Falle der West Side Story zu übertragen.

Freigeschaltet schließlich, und juristisch en detail verhandelt, werden die gesicherten Vergaberechte an der Original Broadway-Produktion von einer weiteren, maßgeblichen Verwertungsgesellschaft: Der 1952 gegründetenMusic Theatre International,MTI, die heute unter ihremMitinhaber und Generaldirektor Freddie Gershon weltweit den größten führenden Lizenzgebern in der Welt des internationalen Theaters angehört.

Wie Floria Lasky und Harry Kraut zählt ebenso Freddie Gershon zu den beeindruckenden Broadway-Persönlichkeiten, die juristischen Sachverstand mit einem persönlich künstlerischen Gespür und Talent zu verbinden wissen. Schon bevor er zu Beginn der siebziger Jahre als Rechtsberater zur Unternehmensgruppe von Robert Stigwood stieß und später deren Betriebsdirektor wurde, vertrat er namhafte Künstler aus Film, Bühnenschaffen und Musik. Als Repräsentant der Schallplattenfirma RSO Records, die später mit der CBS Records fusionierte, verewigte Freddie Gershon die Erfahrungen hinter den Kulissen der Musikindustrie in seinem erfolgreichen Roman „Sweetie, Baby, Cookie, Honey“. Seine GesellschaftMTI, die vornehmlich mit den Rechten von Broadway-, Off-Broadway undWest End-Produktionen betraut ist, erteilt allein im Laufe eines Jahres über 15.000 Lizenzen.

Produzent und ImpresarioMichael Brenner mit seinem Team war es mit seiner begeistert aufgenommenen Neuproduktion von West Side Story gelungen, die amerikanischen Lizenzgeber nicht nur zu überzeugen, sondern gar zu verblüffen. In einer frischen, lebendigen Neuproduktion erlebt das Original eine gefeierteWiederbelebung in exzellent herausragender Besetzung, die an renommierten internationalen Bühnen präsentiert, als ein einmaliges Theaterereignis im Gedächtnis bleibt. Der von Robbins ernannte ehemalige Tänzer, Choreograf und Regisseur Joey McKneely, der 1989 während der sechs Monate andauernden Proben zu Jerome Robbins’ Broadway eng mit seinem künstlerischen Mentor zusammenarbeitete, zeichnet dabei für die Choreografie und Regie der West Side Story verantwortlich. Neben ihm und den weiteren namhaften Künstlern des internationalen Kreativ-Teams konnte als erfahrener musikalischer Supervisor der amerikanische Dirigent Donald Chan gewonnen werden, der es durch seine intensive Auseinandersetzung mit dem Oeuvre Bernsteins versteht, die komplexe Partitur im Sinne des Werkes umzusetzen.

Die Lizenzgeber waren sich einig: Dieser West Side Story sollte mit dem exklusiven Siegel „Das Original“ ein internationaler Siegeszug beschert sein. Ausgedehnte und von großartigem Erfolg gekrönte Gastspiele in den asiatischen Metropolen Peking, Macau, Singapur, Bangkok und Tokio folgten und nun zelebriert West Side Story die 50th Anniversary World Tour.^

West Side Story hat an Aktualität in den nunmehr fünfzig Jahren ihres Bestehens nichts eingebüßt. Der Stoff, ein Plädoyer für Verständnis und Toleranz, spiegelt noch immer einen Teil unseres Zusammenlebens, damals wie heute gleichermaßen. Ein Stück über die verlorene Unschuld von Heranwachsenden, ihre Ängste vor der oft unverständlichen und manchmal verhassten Welt der Erwachsenen, ihr Wille, sich den eigenen Raum zu erschaffen, eine eigene Sprache zu finden, nach eigenen Gesetzen zu leben.

Die langwierigen Vorbereitungen und die laufenden Investitionen sind enorm. West Side Story ist eine künstlerisch höchst aufwendige Produktion hinsichtlich der Ansprüche an die erforderliche hochkarätige Besetzung, die in umfangreichen Auditions in New York immer wieder neu gecastet wird, an hervorstechende Orchestermusiker und an den technischen Apparat.Mit der vollen Energie des Originals, den Bildern, dem dynamischen Szenarium mit seinen unvergesslich poetischen Momenten und einer Musik, die zu den Höhepunkten des 20. Jahrhunderts zählt: Das Meisterwerk West Side Story begeht sein Jubiläumsjahr!




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